Philipp Steuer

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Social Media

Der ultimate Snapchat Guide – So funktioniert Snapchat!

Wenn du die letzten Wochen nicht unter einem Stein gewohnt hast, wirst du aufgrund der zahlreichen Medienberichte schon mal von Snapchat gehört haben. Eine Übernahme von Facebook lehnte man mutig ab. Investoren bewerten die App mit 19 Milliarden US-Dollar.

Warum? Nun, bei Snapchat werden mittlerweile rund 700 Millionen Fotos und Videos pro Tag verschickt und damit 10x mehr als bei Instagram. Und dennoch verwirrt die App viele Menschen wie dich und mich aufgrund ihres Funktionsumfangs.

Nach drei Monaten intensiver Nutzung habe ich nachfolgend den ultimativen Snapchat Guide für dich, mit dem du garantiert zum nächsten Snapchat-Gott wirst!

Der Start

Wenn du Snapchat öffnest, sieht dein Bildschirm ungefähr so aus, da direkt beim Start die Kamera auf der Rückseite deines Smartphones aktiviert wird. Ganz Oben findest du zwei Buttons über die du durch Anklicken den Blitz aktivieren und zwischen Front- und Back-Kamera wechseln kannst. Unten links geht es zu deiner Inbox, unten rechts zu den Snapchat Stories. Was es mit beidem auf sich hat, erfährst du später.

snapchat_startscreen

Klicke zunächst auf den weißen Geist um dein Profil zu öffnen. Hier siehst du deinen Snapchat Score, der sich aus der Anzahl aller deiner verschickten und erhaltenen Snaps zusammensetzt.

Andere User können dich hinzufügen, wenn sie deine Profilseite mit ihrer geöffneten Snapchat App anvisieren und antippen. Wenn du dich also schnell und einfach mit deinen Freunden vernetzen willst, poste den Screenshot z.B. auf Twitter oder Facebook.

Snapchat Filter

Bevor der Spaß beginnt, gehe zunächst in die Einstellungen. Klick dafür rechts oben auf das Zahnrad deiner Profilseite. Aktiviere bei den Einstellungen definitiv die Filter. Die Replay-Funktion erlaubt dir, einen Snap nochmal zu betrachten. Wenn du die Option nicht aktivierst, kannst du alle Bilder und Videos nur einmal ansehen.

Snap machen

Jetzt gehts los. Um ein Foto zu machen, drücke wie zuvor beschrieben, den runden Button. Halte ihn gedrückt, um ein Video aufzunehmen.

snapchat_snapmachen

Zack, da ist dein Bild. Wenn du es jetzt verschickst, können deine Freunde es zeitlich nur begrenzt sehen. Sollten sie einen Screenshot davon machen, erhältst du eine Benachrichtigung.

Klicke auf den Timer links unten, um zu bestimmen, wie lange deine Freunde das Foto sehen dürfen. 10 Sekunden sind dabei das Maximum. Um dein Foto zu speichern, klicke den Button neben dem Timer an.

Über den dritten Button daneben teilst du dein Foto in deiner Snapchat Story. Mit deiner Snapchat Story kannst du alle deine Fotos und Videos des Tages sammeln und diese für 24 Stunden sichtbar machen. Im Gegensatz zu normalen Snaps können die Inhalte der Story immer wieder angesehen werden, bis sie sich genau einen Tag nach Veröffentlichung selbst zerstört.

Fotobearbeitung

Klicke an eine beliebige Stelle des Bildes, um Text hinzuzufügen. Emojis funktionieren ebenfalls. Drücke das T oben rechts, um den Text groß und linksbündig zu formatieren. Drücke erneut das T, damit er zentriert wird.

Betätige den Stift rechts oben, um mit dem Finger auf deinem Bild zu malen. Rechts am Rand kannst du die gewünschte Stiftfarbe auswählen. Wenn du mit dem Zeichnen fertig bist, drücke den Stift erneut, um die Farbpalette zu schließen.

snapchat_fotobearbeitung

Wische mit dem Finger nach rechts, um die Filter zu aktivieren. Neben optischen Farbanpassungen gibt es auch eine Temperaturanzeige sowie die Einblendung deines Aufenthaltsortes. Wenn du fertig bist, drücke den Pfeil-Button unten rechts um dein Snap zu verschicken.

Hier hast du im Anschluss erneut die Option, deinen Snap in deiner Snapchat Story abzuspeichern. Ganz oben findest du die User, mit denen du am meisten bei Snapchat kommunizierst. Darunter werden deine weiteren Kontakte alphabetisch aufgelistet. Wähle die gewünschten Personen aus und drücke erneut den Pfeil, um deinen Snap final abzuschicken.

Die Snapchat Inbox

Danach wirst du auf die Übersichtsseite weitergeleitet. Die Seite ist vergleichbar mit deinem E-Mail Posteingang und es gibt zahlreiche Icons mit folgender Bedeutung.

snapchat_symbol

Das rote Icon bedeutet, dass dir jemand ein Foto Snap geschickt hat. Ist es lila, erwartet dich ein Video. Blau bedeutet, dass es eine Textnachricht ist.

Drücke die Sprechblase rechts oben, um den Chat zu öffnen und einem beliebigen User eine Nachricht zu schicken. Klicke im Chat den gelben Button an, um demjenigen ein Foto zu schicken.

Snapchat Stories

Wische im Hauptmenü nach rechts, um zu den Snapchat Stories zu gelangen. Du kannst dir jede Story deiner Freunde ansehen, indem du einfach den jeweiligen Kreis des Freundes gedrückt hältst. Die Stories bleiben 24 Stunden verfügbar und zerstören sich danach selbst. Passend dazu nimmt der Kreis mit der Zeit ab.

snapchat_stories

Snapchat Discovery

Wisch nochmal nach rechts und du erreichst den Snapchat Discovery Bereich, dem neusten Snapchat-Feature. Snapchat ist Partnerschaften mit Unternehmen wie CNN, Cosmopolitan, Vice oder ESPN eingegangen, die auf diesen speziellen Kanälen exklusive Snapchat-Inhalte zeigen.

snapchat_discovery

Um den Inhalt anzuzeigen, klick einfach das jeweilige Logo des Unternehmens an. Je nach Inhalt kannst du nun zwischen Fotos, Videos oder auch Artikeln von links nach rechts hin- und herwischen.

Snapcash

Ende November wurde ein anderes Feature vorgestellt: Snapcash. Dadurch kannst du anderen Nutzern echtes Geld zuschicken, indem du das Dollarzeichen inklusive Betrag in den Chat postest. Da diese Funktion jedoch bisher nur in Amerika verfügbar ist, werde ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.

Zusammenfassung

Snapchat ist vor allem bei der Erstnutzung alles andere als intuitiv. Dieser Guide soll dir deshalb bei der Orientierung helfen. Je mehr du die App nutzt, desto schneller wirst du den kompletten Umfang verstehen und einsetzen können. Ich hoffe ich konnte dir beim Ersteinstieg nutzen :).

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YouTube

Wie du dank dieser neuen YouTube Funktion mehr Views auf Deine Videos bekommst

YouTube hat es endlich gemacht. Endlich. Nach genau sechs Jahren Stillstand in diesem Bereich wurde heute ein neues Feature vorgestellt, dass das Leben aller YouTuber einfacher machen soll – YouTube Cards! Was die neue Funktion kann und wie du damit mehr Views auf deine Videos bekommst, erzähle ich dir in den folgenden Zeilen.

Die Qualen eines YouTubers

Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern – YouTube verwöhnt uns YouTuber nicht gerade mit Innovationen. Vor allem die Markierungen in den Videos, bei denen du z.B. andere deiner Inhalte verlinkst, sind eine Qual. Denn: Sie sind nur am Desktop klickbar. Extrem blöd, da sich allein über 70 Prozent der Zuschauer meine Videos auf einem mobilen Gerät ansehen und dort die Markierungen nicht klickbar sind.

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YouTube Infokarten als Lösung

YouTube möchte das mit Cards ändern. Cards sind – wie der Name sagt – Infokarten, die im Video eingeblendet werden können. Darüber kannst du ein Video, eine Playlist, Merchandise, deine Website oder einen Spendenaufruf innerhalb deines Videos verlinken. Das Ganze sieht am Ende dann so im Video aus:

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Infokarte mit Aufruf

Diese Infokarten, wie die YouTube Cards in der deutschen Variante heißen, verstecken sich das komplette Video über hinter einem “I” rechts oben. Einmal im Video kannst du dann einen Aufruf platzieren, der sehr prominent durch eine Einblendung auf das I hinweist.

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Warum die Infokarten so stark sind

Ganz einfach: Sie funktionieren mobil und dadurch auch auf Tablets und Smartphones. In der Infokarte wird dir auch das Thumbnail des verlinkten Videos, die Anzahl der Aufrufe sowie der komplette Titel angezeigt. Ist beides stimmig, werden die Zuschauer definitiv auf den verlinkten Inhalt klicken!

Bisher musste man die verlinkten Videos für mobile Nutzer immer in die Infobox packen. Doch die ist extrem versteckt und kaum einer klickt die Links an. Das ändert sich jetzt, denn statt bisher bis zu 4 zusätzlichen Klicks auf dem Smartphone sind es durch die Cards nur noch 2!

So bekommst du mehr Views

Wenn du wie ich YouTube aktiv nutzt und dort Videos hochlädst, erwähne diese neue Funktion unbedingt in deinem nächsten Video und weise deine Zuschauer daraufhin. Wenn das alle YouTuber tun, werden deine Zuschauer schon bald von selbst auf das I klicken und sich deine verlinkten Videos oder Playlists ansehen, ganz egal ob am Desktop, Tablet oder Smartphone.

Wenn du schlau bist, verlinkst du immer ein Video, das inhaltlich zu dem aktuellen Video passt. Dadurch werden die Zuschauer es anklicken und du kannst sie so ohne große Umwege auf weitere interessante Inhalte verweisen.

Fazit

Durch die neuen YouTube Infokarten kannst du endlich auch deine mobilen Zuschauer auf weitere, passende Videos leiten. Der Erfolg dieser Funktion hängt davon ab, ob und wie lange deine Fans brauchen, bis sie die Cards nutzen. Deshalb weise am besten direkt im nächsten Video auf sie hin.

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Social Media

Meerkat – Warum Livestreaming auf Twitter der neue heiße Scheiß ist

Ich freue mich immer besonders, wenn aus dem Nichts eine neue App oder ein neuer digitaler Service aus dem Boden schießt und sich die frohe Kunde wie ein Lauffeuer unter den Menschen verbreitet. So ist es gerade erst bei der Livestreaming App Meerkat geschehen, die ich mir mal näher angesehen habe.

Das ist Meerkat

Meerkat ist eine Video-Streaming-App, bei der du mit einem Klick einen Livestream starten und auf Twitter teilen kannst. Um die Streams zu sehen oder selbst einen zu starten, musst du dich vorher mit deinem Twitter-Account anmelden. Und genau diese enge Verbindung sorgte auch dafür, dass die Anzahl der Erdmännchen schnell zunahm.

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Über 15.000 User in wenigen Tagen

Allgemein ist die App schlau konzipiert: Sobald du dir einen Stream anschaust, wird dein Twitter-Profilbild im Stream neben denen der anderen Zuschauer angezeigt. Auch alle Antworten auf den jeweiligen “Hallo ich streame jetzt auf Meerkat”-Tweet werden live instream angezeigt. Je mehr Interaktion es gibt, desto mehr Punkte bekommt der Broadcaster auf sein Konto und er steigt damit in der allgemeinen Rangliste auf. Hallo @Gamification.

Eine Aufzeichnung des Streams gibt es übrigens nicht und ist auch nicht weiter geplant. Das ist noch mal ein weiterer Anreiz, die Übertragung bis zu Ende zu verfolgen, schließlich könntest du ja etwas verpassen. Auch das Planen von Streams samt Ankündigungstweet ist möglich.

Solltest Du Meerkat nutzen?

Die große Frage natürlich ist: Solltest du Meerkat nutzen? Berechtigt, schließlich gibt es da draußen schon Twitch, Kinderfresser YouNow, UStream und tausend andere ähnliche Angebote.

Ich finde Meerkat jedoch sehr sympathisch, da es einfach gehalten ist und die simple Mission hat, Livestreaming auf Twitter zu bringen. Das eröffnet neue Möglichkeiten z.B. für Journalisten, die gerade an einem spannenden Ort sind und ihre Eindrücke teilen möchten. Oder auch für mich, wenn ich mal wieder auf den Kölner Dom steige und das Erlebnis mit meinen Followern teilen möchte.

Fazit: Go Erdmännchen, Go!

Meerkat ermöglicht es dir, mit nur einen Klick einen Livestream zu starten und dabei mit deinen Twitter-Followern zu interagieren. Für den richtigen Usecase macht die App, die es bisher nur für iOS gibt, sehr wohl Sinn und ich empfehle dir, definitiv mal einen Blick auf Meerkat zu werfen. Alleine schon, weil Erdmännchen süß sind.

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Social Media / YouTube

Edeka und das 10 Stunden YouTube Schweine Desaster

Was soll das? Nein! Aua. Ah. Unsägliche Schmerzen. So ungefähr lässt sich die neue Marketingkampagne zu Edekas Energydrink Booster auf YouTube zusammenfassen.

10 Stunden Quälerei für 48 Energydrinks

Am heutigen Dienstag veröffentlichte Edeka auf dem eigenen YouTube-Kanal ein Video mit dem wunderschönen Titel: 10 Stunden BOOSTER Schweine of Rock. Darin zu sehen – Überraschung – zwei Schweine, die E-Gitarre spielen und ein wunderschönes Liedchen trällern. Soweit so gut.

Mit dem Video ist ein Gewinnspiel verknüpft. Die Aufgabe lautet: Finde alle versteckten Buchstaben, die über die Zeit im Video angezeigt werden und schick den Lösungssatz bis zum 22.03.2015 per Direktnachricht oder Mail an booster@edeka.de. Zu gewinnen gibt es “einen prallgefüllten BOOSTER-Kühlschrank oder ganz viele BOOSTER-Dosen”. Klasse. Wahnsinn. Toll!

Alles soweit auch noch “witzig” und stimmig, aber: Das Video ist genau 10 Stunden lang. ZEHN! Ich habe ja viel Verständnis für verrückte Aktionen, aber welcher kranke Geist kam auf diese Idee? Vor allem in Zeiten, in denen die eigene Aufmerksamkeitsspanne gerade so zwischen 5 Minuten und “Guck mal, ein Eichhörnchen” beträgt.

User-Klatsche auf YouTube & Facebook

Auf Facebook & YouTube kommt das Video entsprechend schlecht an: Nach 6 Stunden hat es gerade mal 319 Aufrufe, 37 positive und 34 negative Bewertungen. Auch die Kommentare sprechen für sich:

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“Wir lieben Lebensmittel – und schlechte YouTube-Videos”

Sorry Edeka. Ich fand eure letzten Kampagnen wirklich supergeil. Aber mit der Aktion tut ihr euch wirklich keinen Gefallen. Der Gedanke mit dem 10-Stunden-Video ist nett und ihr traut euch was, ja! Aber die Quälerei für 48 Dosen Booster (umgerechnet 23 Euro Wert)? Nee.

Ich habe lange überlegt, ob man es vielleicht bewusst so schlecht gestaltet hat, damit sich die Leute darüber aufregen und es ihren Freunden schicken. Frei nach dem Motto: Viralität durch Trash. Aber ich habe mir das Video gerade 2:15 min angesehen und mir ist die Lust nach sämtlichen Energy Drinks vergangen.

Was lernen wir daraus: Wenn man die eigenen Fans schon dazu zwingen möchte, sich 10 Stunden lang ein extrem inhaltsschwaches Video im Rahmen eines Gewinnspiels anzusehen, dann sollte der Hauptgewinn auch mindestens eine 2-wöchige Reise nach Bali sein. Oder zu einem anderen Ort, der die durch den Song erlittenen seelischen Schmerzen heilt.

Google

Zerstört Google gerade Google+?

Puh, was sind das aktuell für Paukenschläge bei Google+. Erst der Strategiewechsel, jetzt sogar personelle Änderungen in der Führungsetage. Die Frage, die sich stellt, ist: Nimmt Google gerade sein soziales Netzwerk auseinander?

Ich für meinen Teil bin seit Anfang an dabei gewesen. Ich habe viele Änderungen mitgemacht und durch meine Zeit bei Google auch tiefe Einblicke in die Google+ Substanz bekommen. Auch das +1-Tattoo trage ich immer noch am Handgelenk. Doch was aktuell passiert, lässt in meinen Augen nichts Gutes für das soziale Netzwerk erhoffen.

Führungswechsel

Ganz frisch erreicht uns folgende Meldung: Bradley Horowitz ist ab sofort neuer Chef der Social und Identity Product Sparte von Google. Damit ersetzt er David Besbris, der erst im April 2014 Ex-Chef Vic Gundotra beerbt hatte.

Auf Twitter verkündet Horowitz: “Excited to be running Google’s Photos and Streams products.” Moment mal: Kein Wort von Google+? Warum erwähnt er hier lediglich die “Produkte” Photos und Stream? Das Ganze passt zu den aktuellen Aussagen von Google Produkt Manager Sundar Pichai. Der gab nämlich im typischen Google-Wording mehr oder weniger bekannt, dass man die Google Produkte Fotos, Hangouts & Google+ Stream getrennt voneinander verbessern möchte. Natürlich wolle man auch weiter an Google+ arbeite, aber diese Aussage ist eine reine Worthülse. Auch das Google+ Team soll von 1.200 Mitarbeitern auf die Hälfte schlank geschrumpft worden sein.

Strategiewechsel

In meinen Augen bedeutet das alles soviel wie: Google pickt sich die Perlen des Netzwerkes raus, entwickelt sie unabhängig voneinander weiter und schaut dann, was sie mit dem Rest machen. Irgendwo macht es Sinn, denn die Foto-Funktion von Google+ ist großartig. Auch Hangouts funktionieren wunderbar. Beide Funktionen gingen bisher vollkommen im Google+-Gemisch unter und Google möchte so die Aufmerksamkeit auf beide Produkte lenken.

Weniger ist mehr

Wie soll man das Ganze nun einordnen? In meinen kann man bei dieser Entwicklung weniger von einem Ramsch-Reste-Basar sprechen, sondern viel mehr von einer Feinkostspezialisierung. Weg vom großen langweiligen Frühstücksbuffet, hin zum Trüffelladen.

Ob dieser Strategiewechsel aufgeht, bleibt abzuwarten. Am prominenten Beispiel von Foursquare konnte man schließlich erst kürzlich wunderbar beobachten, wie eine Aufspaltung böse nach hinten losgehen kann.

Vielleicht aber schafft Horowitz ja auch die Wende. Bei Google geht man definitiv davon aus…

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Social Media

Diese 4 sozialen Netzwerke nutzt eine 14 Jährige wirklich

Es wird ja immer viel über das Nutzerverhalten der Generation Y und Z geschrieben. Meistens von Menschen, die wesentlich älter sind als diese Altersgruppe. Mir stellte sich hierbei die Frage, welche sozialen Netzwerke denn wirklich für diese Generation interessant sind? Dank meiner kleinen Schwester konnte ich der Sache auf den Grund gehen.

Eva ist 14 (geb. 2000, Generation Z) und besucht die 9. Klasse eines naturwissenschaftlichen Gymnasiums. Sie ist gut vernetzt, hat seit gut zwei Jahren ein Smartphone und ein Tablet. Nachfolgend findet ihr ihre Einschätzung zu den unterschiedlichen Netzwerken.



Ihre Lieblinge



WhatsApp

MacJunky-Whatsapp-iconWenig überraschend: WhatsApp ist ihre klare Nummer 1. Im Gespräch selbst vibriert ihr Handy gefühlt jede halbe Minute, weil eine neue Nachricht eintrifft. WhatsApp nutzt sie, um mit ihren Freunden zu kommunizieren. Neben Textnachrichten verschickt sie am meisten Bilder und sie mag WhatsApp lieber als z.B den Facebook Messenger, weil es einfacher gehalten ist.


Instagram

instagram_logoNeben WhatsApp steht Instagram hoch im Kurs. Täglich ist sie dort aktiv, um die Bilder in ihrer Timeline zu liken. Sie selbst postet ein paar Mal pro Woche ein Bild, je nachdem, wie es zeitlich passt. An Instagram besonders mag sie, dass es dort sehr viele schöne Bilder gibt, die oftmals sehr hochwertig inszeniert sind. Viele Follower seien ihr direkt nicht wichtig, wobei es “schon schön ist, viele Likes zu bekommen”.


YouTube

youtube_logoNatürlich darf YouTube unter den Favoriten nicht fehlen. Eva hat rund zehn YouTuber fest abonniert (alle aus dem Bereich Beauty) und schaut täglich auf der Plattform vorbei, ob diese ein neues Video veröffentlicht haben. Falls nein, verlässt sie die App wieder. Falls ja, „kann es schon mal länger werden“. Im Detail bedeutet es: Bis zu fünf Videos am Stück, danach würde es dann nur noch nerven.


Tumblr

tumblr_logoFür mich ein wenig überraschend ist die Tatsache, dass sie sehr aktiv Tumblr nutzt. In meinem Bekanntenkreis kenne ich z.B. niemanden. Auf ihrem Tumblr-Blog hingegen postet sie nur schwarz-weiß Bilder und repinnt die ähnlichen Inhalte ihrer besten Freundin. Nach einer kleinen Durststrecke ist sie aktuell wieder täglich bei Tumblr, weil es dort „so schöne Bilder gibt“ und sie diese gerne sammeln möchte.



Kennen Ja, Nutzen Nein



Twitter

twitter_logoWährend ich persönlich ja Twitter liebe, nutzt sie es gar nicht. Das hätte damit zu tun, dass sie den genauen Sinn hinter der Plattform nicht versteht, d.h. den genauen Nutzen. Sie selbst hat sich bisher auch nur wenig mit Twitter beschäftigt, was damit zu tun haben könnte, dass niemand aus ihrer Klasse dort aktiv ist. Einen eigenen Account hat sie aber dennoch.


Snapchat

snapchat_iconIch war gespannt, als ich sie auf Snapchat ansprach, schließlich wird die App seit Monaten und Woche gehyped und die Macher mit immer mehr Geld überschüttet. Überraschend: Eva nutzt Snapchat nicht, da sie die Sache mit den selbstzerstörenden Bildern eher nervig als nützlich empfindet. Für das Verschicken von Fotos nutze sie WhatsApp. Aber: In ihrer Klasse gibt es einige, die auf Snapchat aktiv sind.


Facebook

facebook_iconAuf dem führenden sozialen Netzwerk ist sie hingegen seltener. Bei den wenigen Besuchen schaut sie zwar, was ihre „Freunde“ gepostet haben, aber aktuell verlinkt sie auf Facebook lediglich ihre Freunde auf „lustigen“ Bildern oder erwähnt sie in den Kommentaren. Ich fragte sie, warum sie den Link nicht einfach den jeweiligen Freunden schickt. Sie antwortete, dass es ihr zu kompliziert sei und so schneller ging.



Der Rest



Facebook Messenger

Den Facebook Messenger nutzt sie nur, wenn WhatsApp nicht funktioniert.

Google+

Google+ hat sie noch nie benutzt und kennt auch außer mir niemanden, der es tut.

Pinterest

Für mich überraschend: Von Pinterest hat sie noch nie etwas gehört.



Zusammenfassung



Instagram, YouTube und WhatsApp – so lauten ihre persönlichen Gewinner. Dieses Ergebnis überrascht mich nicht, da bereits einige Studien dieses Nutzerverhalten bestätigen, auch in Deutschland. Facebook und Twitter hingegen sind für sie vollkommen uninteressant, von ebenfalls gehypten Diensten wie Pinterest hat sie noch nie etwas gehört. Von Snapchat hingegen sehr wohl, sodass es kein Wunder ist, dass diese App auf aktuell 19 Milliarden US-Dollar Wert geschätzt wird.

Einen Laptop besitzt Eva übrigens auch nicht mehr. Bei ihr läuft mittlerweile alles nur noch über Tablet und Smartphone. Was lernen wir daraus? Wenn wir diese junge Zielgruppe erreichen wollen, reichen Netzwerke wie Facebook oder Twitter schon lange nicht mehr aus.

(Wollt ihr ihre Meinung zu anderen sozialen Netzwerken wissen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, dann gibt es bald einen zweiten Teil. Als Inspiration für diesen Artikel diente der Beitrag “A Teenager’s View on Social Media” auf Medium.)

Ich schreibe viel wenn der Tag lang ist :)

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