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Interview mit Dorothee Bär: CSU-Vizechefin über Google+ Hangouts On Air

Foto Dorothee Baer, CSU, MdB © Frank Ossenbrink

Als das Hangout on Air Feature vor zwei Wochen für die Allgemeinheit ausgerollt wurde, gab es einen lauten Aufschrei in Deutschland. Aufgrund der Gesetzeslage dürfen wir in die Röhre, bzw eher auf den schwarzen Bildschirm gucken. Interessant fand ich dabei, dass sich die CSU-Vizechefin Dorothee Bär öffentlich zu dieser Thematik äußerte und eine Änderung veralteter Gesetze forderte. Als moderne, gut vernetze Politikerin konnte ich sie für das nachfolgende Interview gewinnen, in dem sie über die Problematik spricht und einen Ausblick gibt, wie die Aussichten für Hangouts on Air in Deutschland stehen.

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GooglePlusInside.de: Am 7. Mai wurde von Google offiziell verkündet, dass die Live-Stream-Funktion „Hangouts on Air“ nun für Jedermann verfügbar ist. Obwohl die Aussage für 40 Länder weltweit zutrifft, schaut man in Deutschland in die Röhre. Und das, obwohl wir ein bedeutender, globaler Internetmarkt sind. Könnten Sie kurz und knapp nochmal genau erläutern, was genau den „Hangouts on Air“ hierzulande im Wege steht?

Dorothee Bär: Im Wege steht der Rundfunkstaatsvertrag, der besagt, dass, wenn eine Sendung, also in diesem Fall der Livestream, von mehr als 500 Usern gesehen werden kann, dieser Beitrag dann als Rundfunkt gilt. Infolgedessen müsste man, um den Dienst nutzen zu können, in ein kostspieliges Lizensierungsverfahren eintreten. Vom bürokratischen Mehraufwand einmal ganz abgesehen. Fragen Sie mich aber bitte nicht, wie man das in diesem Fall logisch erklären soll. Ich kann es jedenfalls nicht.

Sie sprachen davon, dass man die „veralteten Gesetze“ an die die Moderne anpassen müsste. Inwiefern ist eine baldige Änderung wahrscheinlich? Ab wann kann man als deutscher Google+ Nutzer mit einer Klärung der Gesetzeslage rechnen? Sind solche Gesetze nicht extrem kontraproduktiv, was die weitere Internetentwicklung betrifft?

Das Problem veralteter Gesetze haben wir in vielen Bereichen der sog. „neuen Medien“. Denken Sie allein an die nicht enden wollende Debatte um ein modernes Urheberrecht. Wir müssen Gesetze upgraden, weil sie im digitalen Zeitalter nicht mehr praktikabel sind.

Konkret im Fall „Hangout out Air“ müssen wir nun klar definieren, auf welcher Ebene wir Änderungsvorschläge erarbeiten müssen, da der RStV ja zwischen den 16 Bundesländern geschlossen wurde.

Dann müssen wir darauf achten, dass wir bei dem Gesetzesänderungsprozess nicht nur einseitig die Argumentation der Besitzstandwahrer und Bedenkenträge berücksichtigen, sondern uns tatsächlich auch auf die Vorschläge und Konzepte der Nutzerseite einlassen. Wie schnell das im Fall Google+ gehen wird, kann ich leider nicht vorhersehen. Wenn es nach mir ginge, würde ich das sofort angehen.

Sie selbst nutzen bereits Twitter und Facebook. Geht man mit den Medien-Berichten, so sind Sie gegen Acta, Netzsperren, Onlinedurchsuchung und Vorratsdatenspeicherung. Damit sprechen Sie rund 90% der deutschen Google+ Nutzerschaft an, die bei politischen Online-Themen extrem aktiv ist. Wie sieht es bei Ihnen mit Google+ aus – haben Sie bereits Erfahrungen sammeln können bzw. haben sie selbst ein aktives Profil?

Ich glaube, dass die von Ihnen angesprochenen Themen nicht nur die Google+ – Nutzer, sondern alle Menschen mehr oder weniger unmittelbar ansprechen und betreffen. Netzpolitik ist ja kein Klientel- sondern ein gesellschaftliches Querschnittsthema.

Ich bin ehrlich: Ich habe kein eigenes Google+ Profil, weil ich darauf bestehe, meine Social Media-Accounts ausschließlich selbst zu betreuen und zu pflegen. Das kostet eine gewisse Zeit, die ich gerne investiere. Aber ich bin so transparent und sage, bisher hat sich mir der persönliche Mehrwert noch nicht erschlossen, neben Facebook und Twitter auch bei Google+ aktiv zu sein. Aber vielleicht ändert sich das ja irgendwann einmal. Wer weiß…

Wir bedanken uns bei Dorothee Bär für das freundliche Interview. Falls ihr noch mehr zur Thematik erfahren möchtet, dann empfehlen wir euch diesen Artikel, in dem wir uns bereits umfassend mit der Problematik beschäftigt haben.

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Google+ Profil und Seite verifizieren lassen

Eine überschaubare Anzahl von Personen und Seiten haben auf Google+ neben ihrem Namen ein Icon, dass die Echtheit desjenigen bestätigt. Da mir in letzter Zeit vermehrt die Frage gestellt wurde, wie man diesen „Stempel“ bekommt, möchte ich in diesem Artikel die aktuellen Möglichkeiten zeigen.

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Bis 12 Uhr: Die beste Zeit zum Posten von Google+ Beiträgen

Jeder dürfte schon einmal die Erfahrung gemacht haben, dass zwei qualitativ gleichwertige Beiträge bei Google+ auf extrem unterschiedliche Reaktionen bei Followern und Lesern gestoßen sind. Nun, das könnte zum einen daran liegen, dass die Qualität doch nicht so gleich war. Oder dass sich das Thema komplett vom restlichen Content unterschieden hat. Ein Erfolgsfaktor, der eine immer stärker werdende Rolle spielt, ist der Zeitpunkt, an dem die Beitrag geteilt werden.

Der URL-Verkürzer Bitly hat dazu für Twitter und Facebook eine Auswertung herausgegeben, wann einzelne Postings besonders oft geteteilt, kommentiert und geliked werden. Auch wenn sich die Aktivitätszahlen auf die Eastern Standard Time (EST) Zeitzone  in den USA beziehen und sie damit nicht 1:1 auf Europa anzuwenden sind: Was die Auswertung zeigt ist, dass es besondere Zeiten gibt, in denen die User aktiver scheinen als sonst. Grund genug, sich das Ganze auch mal für Google+ anzusehen.

Vorgehensweise & verglichene Seiten

Für meine Nachforschungen habe ich das relativ schmucklose, aber sehr effektive Tool allmyplus.com/ von Gerwin Sturm benutzt. Trägt man dort die gewünschte Google+ ID ein, analysiert die Seite alle bisherigen Google+ Beiträge und visualisiert die gewonnenen Informationen in diversen Diagrammen. Besonders interessant waren dabei vor allem die Anzahl der +1, Kommentare sowie Reshares. Für die Analyse ließ ich die Daten der Top 10 deutschen Google+ Seiten aufschlüsseln und konnte so vergleichen, ob es bei den Zeiten Übereinstimmungen gibt und wenn ja, wann genau.

9 Uhr und 11 Uhr sind die Bestzeiten

Das Ergebnis: eine hohe Anzahl an Interaktionen gibt es unter der Woche täglich zwischen 8 – 12 Uhr. Vor allem 9 Uhr und 11 Uhr zeigten sich als besonders effektiv, was das User-Feedback betrifft. Dies ist wenig überraschend, denn die Mehrheit der Google+ User nutzt das Netzwerk zur Informationsgewinnung. D.h. nach dem Aufstehen oder auf dem Weg zur Arbeit werden besonders oft Beiträge geplusst oder kommentiert. Die „Interaktionsbereitschaft“ sinkt dann wieder auf einen Mittelwert und steigt um 20 Uhr nochmals an, was auch kaum verwunderlich ist. Schließlich ist man um diese Uhrzeit regulär zu Hause und möchte nochmal nachsehen, was über den Tag verteilt so passiert ist.

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Gibt es einen bestimmten Tag, an dem es sich besonders lohnt? Nein. Die einzelnen Zahlen zeigen, dass alle untersuchten Seiten an sämtlichen Wochentagen individuelle Spitzentage hatten, die ständig variieren können. In der Gesamtansicht konnte sich kein idealer Tag herauskristallisieren. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bestätigen, dass es auch Samstags und Sonntags genug Interaktion auf Google+ gibt. Vermeiden sollte man definitiv Uhrzeiten zwischen 24:00 Uhr – 6:00 Uhr, da hier der Durchschnittsmensch schläft und dadurch gepostete Beiträge nicht wahrnehmen wird.

Fazit und Rückschlüsse

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass diese Analyse nicht repräsentativ ist, da man für die Erhebung eine deutlich höhere Zahl an Seiten analysieren müßte. Aber die Zahlen bestätigen meine Vermutungen und Erfahrungen, die ich selbst auf Google+ sammeln konnte. Um eure Spitzenzeiten zu erfahren, könnt ihr eure Profil-ID (die lange Zahl in der Adresszeile, wenn ihr euer Profil besucht) bei allmyplus.com eintragen und selbst analysieren lassen. Alternativ empfehle ich auch die Tools von CircleCount, wobei man hier „nur“ die Topzeiten für das eigene Profil anzeigen lassen kann. Allgemein betrachtet ist die Posting-Zeit eines Beitrages ein wichtiger Aspekt, der über Erfolg und Misserfolg entscheiden kann und aus diesem Grund immer im Auge behalten werden sollte.

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