Category : Personal

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Mach, was Du nicht kannst – Warum dabei der Start das Wichtigste ist

Es war vergangene Woche, als in Hamburg bei den Online Marketing Rockstars zwei meiner Lieblingsspeaker auftraten. Zum einem Gary Vaynerchuk, seines Zeichens Investor, Chef einer großen Marketingagentur und und und. Zum anderen Casey Neistat, Everybody’s YouTube Darling. Um’s kurz zu machen: Beide haben es geschafft und leben – vielleicht manchmal zu viel – das Leben auf der Überholspur. Ich verfolge beide jetzt schon mehrere Jahre und weiß mittlerweile eigentlich zu 99%, was sie auf der Bühne erzählen werden. Im Grunde geht es um folgendes: Du kannst alles schaffen, wenn du endlich damit anfängst. Noch kürzer: Arsch hoch, sonst passiert nichts.

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FICK DIE KLICKS!

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Was ist eigentlich nur aus dem Internet geworden? Egal wo ich mich online bewege, betteln Facebook-Seiten, Twitter-Accounts und Instagram-Selfie-Addicts nach meinem Klick. Warum der Klick aber in meinen Augen komplett überbewertet ist, möchte ich in den nachfolgenden Zeilen erläutern.

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Ein Tag im Rollstuhl – Ein Selbstexperiment

Laufen ist etwas, dass für viele Menschen selbstverständlich ist. Die nächste Bahn fällt aus? Kein Problem, dann läuft man die zwei Haltestellen eben. Doch wie gestaltet sich der Alltag für Menschen, die im Rollstuhl sitzen? Dank meiner YouTube-Tätigkeit durfte ich innerhalb eines Experimentes einen Tag lang genau dieser Erfahrung machen. Wie sich das gestaltet hat, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.

Das Experiment

Genau genommen lief das Experiment an einem Samstag ab. Das Wetter war sehr schlecht. 2 Grad, Regen. Ein Tag, an dem man am liebsten im Bett bleiben möchte. Ich traf mich mit dem Team von Sendertime, einem YouTube-Kanal, auf dem im Rahmen des Formates „Adventure Time“ außergewöhnliche Challenges und Aufgaben absolviert & gefilmt werden.

Neben mir nahm noch Oguz von Y-Titty die Herausforderung an. Unser Coach war Jan, der selbst mit einer halbseitigen Spastik behindert und auf einer Schule ist, bei der z.B. der Sportunterricht im Rollstuhl absolviert wird.

Die Aufgabe lautete: Von Köln bis zum Schloss Brühl mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen (35km), ohne die Beine zu benutzen und dabei auch noch drei Aufgaben zu erfüllen. Im Detail: Geld am Bankautomaten abheben, Donuts aus dem obersten Regalfach eines Backdiscounts kaufen und in einem öffentlichen Gebäude aufs Klo „gehen“.

Ich möchte wenig von der Sendertime-Challenge inhaltlich spoilern, da gestern erst Folge 1 / 3 erschien, aber: Die Erfahrungen an diesem Tag haben mich schockiert.

Tücken des Alltags

Was für uns vollkommen normal ist, wird durch den Rollstuhl extrem kompliziert. In die Bahn-Linie 16 am Barbarossa-Platz einsteigen? Unmöglich. Schließlich kann man mit einem Rollstuhl keine Treppenstufen hochfahren. Mit über 80 Kilogramm ist die Option „Sich-Von-Anderen-Tragen-Lassen“ auch keine wirkliche Möglichkeit.

wheelmap_screenshot

Also hieß es: Zur nächsten Haltestelle fahren. Diese wurde mir auf der von Raul Krauthausen entwickelten Wheelmap – einer Karte, über die man rollstuhlgerechte Orte suchen und finden kann – als grün und somit rollstuhlfreundlich gekennzeichnet. Was ich unterschätzte: Die 800 Meter „Rollweg“ zwischen den Haltestellen waren ein Alptraum. Der abschüssige Gehweg zwang mich dazu, die ganze Zeit mit dem rechten Arm gegen die Rollbewegung zu arbeiten. Schon nach kurzer Zeit verließen mich die Kräfte.

Bordsteine und schlechtes Wetter

Durch den Regen war es zudem verdammt nasskalt, die Handschuhe, die ich mir mit weiser Voraussicht eingepackt hatte, konnte ich nicht nutzen, da ich so keinen Grip hatte und beim Anschieben der Räder abrutschte.

rollstuhl_bericht

Auch für uns lächerlich niedrig aussehende Bordsteine sind für Rollstuhlfahrer eine Qual. Man benötigt Kraft und genügend Schwung, über eine Ampel zu kommen. Einmal steckte ich bei einem Straßenbahnübergang zwischen den Schienen fest. Einmal in einer Pfütze.

Meine Wut wuchs von Mal zu Mal mehr an und meine Laune verschlechterte sich extrem. In vier Stunden musste ich mir fünf Mal helfen lassen, da ich es ohne fremde Hilfe nicht geschafft hätte. Diese Situationen fühlten sich für mich extrem schlimm an, da ich eigentlich ein sehr selbstständiger Mensch bin und am liebsten alles alleine mache. Auch mein geschätztes Smartphone inklusive tausender von virtuellen „Freunden“ half mir in diesen Fällen überhaupt nicht.

Mensch 2. Klasse!

Mein Tagesfazit: Als Rollstuhlfahrer kam ich mir an diesem Tag wie ein Mensch 2.Klasse vor. Klar, man kommt irgendwie von A nach B. Aber selbst in so einer großer Stadt wie Köln wird dir das Leben unnötig kompliziert gemacht. Überall lauern Gefahren, Blockaden und Hindernisse, die der laufende Mensch niemals als solche sehen wird. Deshalb habe ich seitdem noch viel viel größeren Respekt vor den Menschen im Rollstuhl und ich kann nur an jeden einzelnen mit gesunden Beinen daran appellieren, dankbar für diese Freiheit zu sein und behinderten Menschen in misslichen Lagen direkt zu helfen.

Ein Zusatz noch: Die Rollstühle selbst waren „Billig-Modelle“ und Jan hat mir erzählt, dass es weitaus bessere gibt, die alltagstauglicher sind. So haben diese z.B. einen Kippschutz, um eben nicht, wie bei mir, nach hinten umkippen zu können. Dadurch sind manche Situationen, die ich erlebt habe, mit einem Profi-Modell weitaus entspannter. Auch sind geübte Rollstuhlfahrer tausend Mal geschickter, als ich es als Anfänger war. Dennoch zeigt das Experiment einfach, wie wichtig es ist, behinderte Menschen in unsere Gesellschaft richtig zu inkludieren. So könnte man dann auch einen Rollstuhllift der deutschen Bahn vermeiden, der nur Montags – Freitags von 8 – 18 Uhr geöffnet hat…

Hier seht ihr, wie ich mich in der ersten Folge geschlagen habe. Die restlichen zwei kommen jeweils Freitag um 16 Uhr auf Sendertime. Ich empfehle euch an der Stelle den Kanal „SoBehindert“ von Jan, schaut dort definitiv mal vorbei!

(Falls das Video mobil entsprechend angezeigt wird, bitte hier klicken.)

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Neustart des Blogs oder auch: 2014, ein Selbstfindungstrip

Ich gebe zu: Dieser Blog lag lange Zeit still. Der letzte Beitrag erschien am 24. Januar 2014 und entstand in einer für mich sehr komischen Phase. Ich hatte Google als Arbeitgeber den Rücken gekehrt. Für alle, die neu auf diesem Blog sind, gibt es die ganze Geschichte hier nochmal zum Nachlesen.

Mit diesem Artikel hier möchte ich den Neustart des Blogs einleiten und ihn nutzen, um das vergangene Jahr 2014 nochmal für mich – und wenn ihr mögt auch für euch – Revue passieren zu lassen.

Selbstfindungsphase nach Google

Google war für mich immer das Non plus ultra in Sachen Arbeit gewesen. Frei nach dem Motto: „Wenn man dort ist, will man nie wieder weg“. Das Ziel für Google zu arbeiten war für mich ein Kindheitstraum, den ich mir Mitte 2013 erfüllen durfte. Doch als ich das Kapitel für mich beendete, hieß es: Was jetzt? Wo will ich eigentlich hin?

Hallo große YouTube-Welt

In dieser neuen Selbstfindungsphase Anfang 2014 zog ich von Hamburg zurück zu Frau und Hund nach Köln, wo ich zuvor bereits 5 Jahre gewohnt hatte. Dort fing ich an, für Mediakraft Networks zu arbeiten. Für die, die es nicht kennen: Das Ganze ist auf gutdeutsch ein YouTube Netzwerk und in seiner Funktion am ehesten mit einem Plattenlabel für Musiker vergleichbar – nur eben mit Video Produzenten. Eine zeitlich überschneidende Job-Anfrage von Instagram lehnte ich ab, da ich genug vom amerikanischen Arbeitssystem hatte.

Bei Mediakraft arbeitete ich zunächst als Social Media Editor. Während dieser Phase konnte ich mich neben der Arbeit voll auf meinen YouTube Kanal konzentrieren, auf dem ich wöchentlich kuriose News kommentiere. Innerhalb des Jahres wuchs die Abonnentenzahl auf bis zuletzt 87.000 an, was mich enorm freut. Auch Instagram (über 10.000 Follower) und Twitter (über 7.000) sind über die Zeit konstant gewachsen. Auf Google+ hatte ich aufgrund meiner Erfahrungen mit Google sämtliche Aktivitäten vorerst eingestellt. Doch warum die Zahlen mittlerweile zweitrangig für mich, dazu später mehr.

2014 = Durststrecke

Doch so richtig wußte ich immer noch nicht, wo die Reise für mich hingehen soll. Im Bereich Social Media / Viralität hatte ich zuletzt 2013 nach meinem erfolgreichen Google+ Buch, einem dreibeinigen Einhorn oder mit dem tausendfach gelesenen Artikel „Deutschland, du langweilige Social Media Wüste“ die letzten Erfolge gefeiert. In der ersten Hälfte 2014 war ich diesbezüglich abgetaucht. Warum, weiß ich heute nicht mehr. Vielleicht, weil der Kopf nicht frei genug war.

Zur Jahresmitte hin wechselte ich durch einen Zufall die Abteilung und war nun mehr als Netzwerkchef für die Informationssparte im Bereich Programm tätig, heißt: Ideen und Konzepte für neue YouTube-Projekte entwerfen. Das ist auch bis jetzt der Status Quo meiner beruflichen Laufbahn und wird auch zukünftig so bleiben.

Reise nach Japan

Für mich wohl eine DER entscheidendsten Erfahrungen 2014 war die Reise nach Tokio, Japan. Seit ich klein bin, wollte ich diese Reise antreten. Dank des neuen Jobs war es mir im August endlich erstmals möglich und ich bin nach wie vor verdammt dankbar dafür. In Japan selbst hatte ich die Zeit mir über vieles Gedanken zu machen.

Ich hatte immer die Vorstellung gehabt, dass hier doch alles anders sein müsse. Weil andere Kultur. Andere Religion. Andere Werte. Doch obwohl ich gute 9.000 Kilometer Luftlinie von meinem Zuhause entfernt war, wirkte hier alles im Kern gleich. Die Menschen waren hier genau so glücklich oder traurig wie wir in Deutschland. Nur gehen die Japaner viel ruhiger und sachlicher die Probleme an. Das gefiel mir. Auch im größten Stress behielten sie die Ruhe und vertrauten auf ihre Stärken. Mit diesen neuen Insights ging es alsbald schon zurück in die Heimat.

Falsche Investition & Zurück zum Anfang

Durch die veränderte Jobposition konnte ich auch wieder – wie in der Zeit vor Google – die ein oder andere Konferenz besuchen und ich war so u.a. bei den Medientagen München und beim Journalistentag NRW zum Thema YouTube auf der Bühne.

Ich investierte weiterhin viel Zeit in meinen YouTube-Kanal. Weil das Feedback enorm war. Plötzlich sprachen mich Menschen auf der Straße an. Oder im Bowlingcenter. Auf den VideoDays 2014 schrieb ich viele Autogramme und ich würde lügen wenn ich sage, dass mir das nicht gefallen hat bzw. immer noch gefällt. Doch was hier schnell passiert ist, dass man diesem Zustand zuviel Aufmerksamkeit schenkt. Durch einen gut laufenden YouTube-Kanal hat man plötzlich viele „Fans“. Aber was man dabei nicht vergessen darf: Diese sind oftmals sehr jung und folgen der Masse. Was jetzt funktioniert, kann in drei Monaten schon wieder vorbei sein. Beständigkeit sieht anders aus. Deshalb sollte man allgemein Follower- oder Abonnentenzahlen nicht zu verbissen sehen oder – wie manch Negativfall – sich zu viel darauf einbilden. Denn man stelle sich vor, das Internet bliebe für ein halbes Jahr aus: Manche Menschen hätten dadurch Nichts mehr im Leben. Was die Aufzählung meiner eigenen Follower-Zahlen von Oben ebenfalls relativiert.

Was 2014 deshalb komplett auf der Strecke blieb, war das Zentrum meines digitalen Ichs. Dieser Blog hier. Der hatte mir sämtliche Türen der vergangenen Jahre geöffnet. Statt dem Schreiben und dem Veröffentlichen meiner Gedanken in Artikelform waren es die über 100 Videos, die ich auf meinen YouTube-Kanal packte.

Doch so soll es jetzt, wo die Vision klar ist, nicht weitergehen. Zurück zum Anfang lautet das Motto.

Zukunft des Blogs

Diesen Blog habe ich damals mit dem Themenschwerpunkt Google+ gestartet. Das wird sich ab sofort grundlegend ändern und ich werde mich hier mit den Themen Social Networks, Journalismus, YouTube und allen anderen Themen auseinandersetzen, die mir über den Weg laufen. Es gibt da sehr viele spannende Aspekte die mir von den Medien persönlich nicht differenziert betrachtet oder mit dem üblichen Marketing-Blabla-Gewäsch verfälscht werden.

Wichtig ist mir hierbei, dass ich euch meine persönliche Meinung mit auf den Weg gebe und wir so vielleicht eine gesunde Diskussionsgrundlage schaffen können.

Ich freue mich auf dieses Jahr und bin gespannt, welche Überraschungen 2015 so auf mich warten werden.


P.S. Vielen Dank an meine bessere Hälfte, die mich und meine Launen das letzte Jahr über ertragen durfte und mir immer mit einem guten Rat zur Seite stand.

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Die deutsche Meckerspirale: Mama, das Internet nervt

Dieser persönliche Kommentar hier geht raus an alle Nörgler. An die Nörgler von Nörglern. An die Nörgler, die darüber nörgeln, dass Nörgler nörgeln. Nein, ernsthaft Leute: Was ist nur los mit uns? In den letzten Wochen und Monaten kommt es mir so vor, als ob Facebook, Twitter und Co. nur noch Ventile zum Dampf ablassen geworden sind.

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