Wie ich 1.5 Tage pro Woche am Smartphone vergeudete & 3 Tricks für bewussteren Konsum

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Wie lautet der Name deines besten Freundes / deiner besten Freundin? Richtig, Samsung, iPhone oder Huawei. Das Smartphone hat sich wie bei vielen anderen auch in den letzten Jahren drastisch in mein Leben gesneaked und geblieben. Das ich ihm viel Zeit widme, weiß ich. Doch wie viel eigentlich? Viel zu viel, wie ich jetzt schockiert feststellen durfte.

Mit dem Release der letzten iOS Beta für iPhones kam ein Feature namens Bildschirmzeit hinzu, dass genau tracked, wie oft und wie lange ich mein Smartphone nutze.

Ein neues Features zeigt das Konsumproblem

Während ich am Anfang – also die ersten 5 Minuten – an diese Funktion dachte, vergaß ich sie danach zum Glück, um meinem gewohnten Nutzungsverhalten nach zu gehen.

Ich muss da auch ganz klar sagen: Ich bin ein Smartphone Junkie und wann immer ich Langeweile habe, hole ich mein iPhone hervor. Entweder, um Twitter, Gmail und Instagram zu checken oder aber um Videos anzusehen / Podcasts anzuhören.

Ich weiß auch, dass Smartphones nicht mega geil für die Gesundheit sind, zumindest wenn man sie exzessiv nutzt. Aber hey, die Teile sind mit ihren Apps einfach so aufgebaut, dass sie sehr leicht unser Gehirn in einen euphorischen Zustand versetzen. Mit steigender Reichweite passiert ja auch meist immer etwas (total Unrelevantes)….

1 1/2 Monate… pro Jahr!

Doch wie viel Zeit ist es jetzt wirklich? Nun, hier ist das Ergebnis:

Letzte Woche habe ich 40 Stunden am Smartphone verbracht. Okay, 36 tatsächlich eher unnötig, denn 4 davon gehen auf das Konto von Google Maps, das ich zur Navigation brauchte. 36 Stunden sind genau 1.5 Tage pro Woche. Macht aufs Jahr gerechnet 78 Tage, ergo knappe 2 Monate pro Jahr die ich mit meinem Smartphone verbringe. Holy Shit!

Pro Tag nehme ich mein iPhone im Schnitt 143 Mal in die Hand um zu schauen, ob es Updates gibt. Von den Apps her führt Instagram (3:45 Stunden) vor Whatsapp (2 Stunden 45 Min) und Twitter (2 Stunden 18min). YouTube kommt bei mir auf nur 12 Minuten, was aber auch daran liegt, dass ich die Videos meist am MacBook oder direkt über den Smart TV abfeure.

Gesund ist das – wie Studien zeigen – auf Dauer nicht. Keine Sorge, hier kommt keine Schwarzmalerei, ich möchte mein Smartphone nicht missen. Aber ich liebe auch die Zeit bei meinen Eltern auf dem Land, wenn es mal keinen Empfang hat. Wie sieht nun die Lösung aus?

3 Tipps gegen die Sucht

Nun, es ist vermutlich – ich bin kein Wissenschaftlicher – wichtig, einen gesunden Umgang mit dem Smartphone zu lernen. Da wir Menschen aber faule Tiere sind, helfen mir persönlich drei Mechanismen:

Bildschirmzeit Limitierung

1. Das Bildschirmzeit-Feature hat die Funktion, dass ich genau festlegen kann, wie lange ich eine App am Tag nutzen möchte. Ist das Zeitkontingent verbraucht, erscheint eine Meldung und ich kann nicht direkt auf die App zugreifen, außer ich gebe meinen Pin ein. Das hilft schon mal, ein Bewusstsein für den Konsum zu schaffen.

Graustufen

2. Graustufen-Modus: Viele Apps machen aufgrund der ganzen schönen Farben süchtig. So ein rotes NEU knallt halt mehr, als wenn es schwarz wäre. Auch die Bilder auf Instagram sehen so verführerisch bunt aus. Dagegen kannst du was tun! Ich hab einen simplen Trick von Tim Ferris übernommen, der sich Graustufen nennt. D.h. du kannst recht simpel den Farbmodus deines Smartphones auf Grau ändern, so dass die gesamte Anzeige aussieht, wie auf einem alten Gameboy. Der eintretende Effekt sorgt dafür, dass es kaum noch Freude macht, die Apps zu nutzen. Verrückt, wie so eine simple Änderung unser Verhalten beeinflussen kann, oder?

Deep Work Zone

3. Eine Deep Work Zone einrichten: Aktuell lese ich das Buch Deep Work, Konzentriert arbeiten. Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung ließ sich damals extra einen Turm ohne Elektrizität in den Wald bauen, um ungestört arbeiten zu können. Das Buch selbst behandelt genau diese Dinge und gibt Tipps. Was klar wird: Smartphones fördern oberflächliche Arbeit, die man zwischen WhatsApp und Twitter so erledigen kann. Jedoch vermindern sie auch die Fähigkeit, fokussiert zu arbeiten, obwohl hier die wichtigsten und besten Ergebnisse zu erzielen sind.

Ich finde den Ansatz spannend und kann es auch direkt umsetzen, da wir vor Kurzem aufs Land gezogen sind und ich nun mein eigenes Arbeitszimmer besitze, in dem ich mich zukünftig öfter ohne Smartphone einschließen werde, um mit meinem neuen Buch „Zeig es allen – Präsentier dich der Welt“ voran zu kommen.

tl:dr

Mein Smartphone schluckt mehr meiner Aufmerksamkeit, als gedacht. Wobei… eher als erhofft. Doch mit den drei oben genannten Tricks versuche ich, mein Bewusstsein für den Konsum zu verbessern plus durch Hacks wie den Graustufen-Modus zu verringern.

Falls Du noch mehr Hacks kennst… lass es mich wissen.

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