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Diese 4 sozialen Netzwerke nutzt eine 14 Jährige wirklich

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Es wird ja immer viel über das Nutzerverhalten der Generation Y und Z geschrieben. Meistens von Menschen, die wesentlich älter sind als diese Altersgruppe. Mir stellte sich hierbei die Frage, welche sozialen Netzwerke denn wirklich für diese Generation interessant sind? Dank meiner kleinen Schwester konnte ich der Sache auf den Grund gehen.

Eva ist 14 (geb. 2000, Generation Z) und besucht die 9. Klasse eines naturwissenschaftlichen Gymnasiums. Sie ist gut vernetzt, hat seit gut zwei Jahren ein Smartphone und ein Tablet. Nachfolgend findet ihr ihre Einschätzung zu den unterschiedlichen Netzwerken.


Ihre Lieblinge

 

 


WhatsApp

MacJunky-Whatsapp-iconWenig überraschend: WhatsApp ist ihre klare Nummer 1. Im Gespräch selbst vibriert ihr Handy gefühlt jede halbe Minute, weil eine neue Nachricht eintrifft. WhatsApp nutzt sie, um mit ihren Freunden zu kommunizieren. Neben Textnachrichten verschickt sie am meisten Bilder und sie mag WhatsApp lieber als z.B den Facebook Messenger, weil es einfacher gehalten ist.


Instagram

instagram_logoNeben WhatsApp steht Instagram hoch im Kurs. Täglich ist sie dort aktiv, um die Bilder in ihrer Timeline zu liken. Sie selbst postet ein paar Mal pro Woche ein Bild, je nachdem, wie es zeitlich passt. An Instagram besonders mag sie, dass es dort sehr viele schöne Bilder gibt, die oftmals sehr hochwertig inszeniert sind. Viele Follower seien ihr direkt nicht wichtig, wobei es „schon schön ist, viele Likes zu bekommen“.


YouTube

youtube_logoNatürlich darf YouTube unter den Favoriten nicht fehlen. Eva hat rund zehn YouTuber fest abonniert (alle aus dem Bereich Beauty) und schaut täglich auf der Plattform vorbei, ob diese ein neues Video veröffentlicht haben. Falls nein, verlässt sie die App wieder. Falls ja, „kann es schon mal länger werden“. Im Detail bedeutet es: Bis zu fünf Videos am Stück, danach würde es dann nur noch nerven.


Tumblr

tumblr_logoFür mich ein wenig überraschend ist die Tatsache, dass sie sehr aktiv Tumblr nutzt. In meinem Bekanntenkreis kenne ich z.B. niemanden. Auf ihrem Tumblr-Blog hingegen postet sie nur schwarz-weiß Bilder und repinnt die ähnlichen Inhalte ihrer besten Freundin. Nach einer kleinen Durststrecke ist sie aktuell wieder täglich bei Tumblr, weil es dort „so schöne Bilder gibt“ und sie diese gerne sammeln möchte.


Kennen Ja, Nutzen Nein

 

 


Twitter

twitter_logoWährend ich persönlich ja Twitter liebe, nutzt sie es gar nicht. Das hätte damit zu tun, dass sie den genauen Sinn hinter der Plattform nicht versteht, d.h. den genauen Nutzen. Sie selbst hat sich bisher auch nur wenig mit Twitter beschäftigt, was damit zu tun haben könnte, dass niemand aus ihrer Klasse dort aktiv ist. Einen eigenen Account hat sie aber dennoch.


Snapchat

snapchat_iconIch war gespannt, als ich sie auf Snapchat ansprach, schließlich wird die App seit Monaten und Woche gehyped und die Macher mit immer mehr Geld überschüttet. Überraschend: Eva nutzt Snapchat nicht, da sie die Sache mit den selbstzerstörenden Bildern eher nervig als nützlich empfindet. Für das Verschicken von Fotos nutze sie WhatsApp. Aber: In ihrer Klasse gibt es einige, die auf Snapchat aktiv sind.


Facebook

facebook_iconAuf dem führenden sozialen Netzwerk ist sie hingegen seltener. Bei den wenigen Besuchen schaut sie zwar, was ihre „Freunde“ gepostet haben, aber aktuell verlinkt sie auf Facebook lediglich ihre Freunde auf „lustigen“ Bildern oder erwähnt sie in den Kommentaren. Ich fragte sie, warum sie den Link nicht einfach den jeweiligen Freunden schickt. Sie antwortete, dass es ihr zu kompliziert sei und so schneller ging.


Der Rest

 

 


Facebook Messenger

Den Facebook Messenger nutzt sie nur, wenn WhatsApp nicht funktioniert.

Google+

Google+ hat sie noch nie benutzt und kennt auch außer mir niemanden, der es tut.

Pinterest

Für mich überraschend: Von Pinterest hat sie noch nie etwas gehört.


Zusammenfassung

 

 


Instagram, YouTube und WhatsApp – so lauten ihre persönlichen Gewinner. Dieses Ergebnis überrascht mich nicht, da bereits einige Studien dieses Nutzerverhalten bestätigen, auch in Deutschland. Facebook und Twitter hingegen sind für sie vollkommen uninteressant, von ebenfalls gehypten Diensten wie Pinterest hat sie noch nie etwas gehört. Von Snapchat hingegen sehr wohl, sodass es kein Wunder ist, dass diese App auf aktuell 19 Milliarden US-Dollar Wert geschätzt wird.

Einen Laptop besitzt Eva übrigens auch nicht mehr. Bei ihr läuft mittlerweile alles nur noch über Tablet und Smartphone. Was lernen wir daraus? Wenn wir diese junge Zielgruppe erreichen wollen, reichen Netzwerke wie Facebook oder Twitter schon lange nicht mehr aus.

(Wollt ihr ihre Meinung zu anderen sozialen Netzwerken wissen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, dann gibt es bald einen zweiten Teil. Als Inspiration für diesen Artikel diente der Beitrag „A Teenager’s View on Social Media“ auf Medium.)

Philipp Steuer
Hey, heiße Philipp Steuer und ich liebe Social Media. Egal ob YouTube, Snapchat oder Twitter - ich bringe Unternehmen dorthin, wo die Aufmerksamkeit ist. Erfahre hier mehr über mich oder besuch mich auf Twitter I Snapchat I Youtube oder Facebook+.