Lohnt sich dieses eSports oder Instagram überhaupt für uns?! So bestimmst du den Wert!

Philipp SteuerSocial Media1 Comment

Auch wenn es viele nicht war haben wollen, du und ich leben in einer Blase. Vermutlich sogar in einer ähnlichen, da du den Artikel hier ja aus Interesse liest. Oder weil du dich verklickt hast! Für mich sind soziale und digitale Medien mittlerweile mein Job und dadurch extrem wichtig geworden. Das gilt vermutlich auch für dich und die anderen Millionen Onliner um uns rum auch.

Dennoch fand ich es extrem erschreckend, als ich zuletzt bei einem größeren Konzern sprechen durfte. Zuletzt heißt in diesem Fall 2017. Es ging dabei verstärkt um innovative neue Werbebereich wie z.B. eSports oder Key Opinion Leader (neuenglisch für Influencer).

Tageschau > Alles… oder doch nicht?

Es stellte sich recht schnell heraus, dass diese Bereiche zwar „ganz nett“ seien, man aber durch eine ordentliche Pressemitteilung und einer Berichterstattung in den Abendnachrichten ja deutlich mehr Menschen erreichen könne. Wofür also die Mühe, in irgend ein League of Legends Team zu investieren, wenn man doch eine Meldung aus dem Munde eines Claus Kleber haben könne?



Und da geht sie hin, die Chance. Die Chance, neue Zielgruppen zu erreichen. Und wieso? Weil man eher der Typ Sprinter statt Marathon-Läufer ist. Aber Sprinter haben einen großen Nachteil:

Sie sind schnell. Schnell wieder weg.

Solche Kunden helfen einem langfristig nicht, das Geschäft am Leben zu erhalten.

Womit wir wieder bei der Frage wären – welchen Wert hat Social Media? Welchen Wert hat eSports? Welchen Wert hat eine Kamera? Jeder hat hier eine unterschiedliche Vorstellung. Aber in jedem der aufgezählten Bereiche gibt es unfassbares Potenzial, wenn man es richtig angeht. Gary Vaynerchuk hat damals mal eine nette Präsi dazu gemacht, die ich für 2017 adaptiert habe:

Wüstenrot macht es richtig

Ich will hier auch gar keinen romantischen Eindruck von der Welt, in der wir leben, vermitteln – am Ende zählen Zahlen. Nur lassen sich Menschen einfach schlechter messen, als die Anzahl verkaufter Produkte.

Dennoch kann man in meinen Augen sehr wohl herausfinden, ob sich das Investment z.B. in ein eSports Turnier wie die ESL One lohnt:

1. Klares Ziel definieren
2. Machen
3. Auswerten, ob Ziel erreicht wurde
4. Wiederholen und gegebenenfalls vorher Ziel anpassen

So einfach ist es. Wüstenrot macht hier einen fantastischen Job. Ja, Wüstenrot, die mit dem an sich langweiligen Thema „Bausparkasse“. (Disclaimer: Meine Frau wurde ebenfalls im Rahmen der Wüstenrot Kampagne interviewed. )

Sie platzieren sich richtig, bauen eSportler mit ein und stricken mit der Kampagne „Mach dein Ding“ die Story richtig zu der Frage: Und was machst du nach deiner Karriere?

Damit wirkt das Thema auch für die jüngere Zielgruppe greifbarer. Und ich bin mir sicher: einige der Besucher des Events werden, wenn es um das Thema Altersvorsorge geht, direkt Wüstenrot im Kopf haben.

Hätte das ein Beitrag in der Tagesschau auch bewirkt? Nein. Die Leute, die Tagesschau gucken, haben vermutlich schon eine Altersvorsorge oder das Leben schon fast hinter sich.

Claus Kleber läuft dir nicht weg…

Falls du dich fragst, ob sich XYZ für dich lohnt und welchen Wert es hat… dann schau dir das Ganze zunächst an. Entwickle ein Gefühl für die Zielgruppe. Schaffst du es, logisch eine Brücke von ihnen zu dir und deinem Produkt / Unternehmen zu bauen? Wenn ja… dann ist es eine Chance, die sich mit genügend Einsatz, der richtigen Strategie und den richtigen Inhalten langfristig lohnen wird.

Claus Kleber läuft dir ja nicht weg…

Über den Autor
Philipp Steuer

Philipp Steuer

Hey, ich heiße Philipp und Ich helfe Menschen und Firmen wie Red Bull, Disney oder McDonald’s neue digitale Trends und Innovationen zu verstehen und sie richtig für sich einzusetzen. Erfahre hier mehr über mich oder besuch mich auf Twitter I Snapchat I Youtube oder Facebook+.

  • Marco Rachow

    Sehr geiler Text! 😀 Musste vorhin auch lachen als ich deinen Blogeintrag hier gelesen habe zum Thema: „Was ich aus 100.000 Abos bei YT gelernt habe.“ Weil ich hab mir daraufhin dein allererstes YouTube Video angeschaut und was seh ich da im Hintergrund? 😀 The Thank You Economy von Gary Vee. Da wusste ich gleich woher du damals deine Motivation hattest mit YouTube anzufangen hehe! Ich liebe Gary einfach für seine ehrlichen Inhalte!

    Viele Grüße aus Bonn, Marco!