Snapchats genialer Plan, Geld mit Selfies zu machen

Philipp SteuerBlog, Snapchat1 Comment

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Soziale Netzwerke und Geld ist eine schwierige Beziehung. Auf der einen Seite muss man Geld machen, um den Laden langfristig am Laufen zu halten. Auf der anderen verliert man sehr schnell die eigenen Nutzern, wenn man sie mit Werbung zupflastert. Snapchat geht dabei einen neuen, spannenden Weg, der in meinen Augen auch für alle anderen Netzwerke interessant sein könnte.

Alles nur Spielerei?!

Wir erinnern uns an das letzte Snapchat Update. Ihr wisst schon, als alle plötzlich Regenbogen gekotzt haben. Genau dieses Update meine ich. Snapchat führte erstmal die sogenannten Lenses für Selfies ein, also Filter, die dank Gesichtserkennung auf das eigene Antlitz gelegt werden können und es unterschiedlich verändern.

Was mir seit Einführung aufgefallen ist: Snapchat tauscht die Lenses jeden Tag aus. Ein neuer kommt hinzu, ein alter geht. Der Regenbogen war relativ schnell verschwunden, jetzt ist er wieder da. Für mich war schnell klar: Snapchat testet, welche Lenses ziehen, und welche nicht.

Ein kalkuliertes Vorgehen, denn wie die Financial Times jetzt berichtet, bietet Snapchat allen Unternehmen nun die Möglichkeit an, mit einer eigens gestalteten und gebrandeten Lense zu werben. Der Spaß soll dabei „nur“ 750,000 US-Dollar pro Tag kostet.

Die Macht der Lenses

Doch ist das sinnvoll? Ja! Die Lenses haben eine ungeheure Share-Power, d.h. die Bereitschaft der Nutzer ist extrem groß, Selfies mit den unterschiedlichen Effekten zu machen, um sie am Ende an all ihre Freunde zu schicken.

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Ein gutes Beispiel ist die nachfolgende Lense, die zu Beginn des Updates dabei war. Man stelle sich vor, das Ganze wäre eine neue Promo für den neuen Iron Man Film geworden. So lange der Effekt cool und nicht billig ist, würden nicht nur ich, sondern auch die Millionen von Snapchat Nutzern weltweit diesen Effekt nutzen und „kostenlos“ Werbung machen. Sofern das Branding nicht zu plakativ ist, versteht sich.

Für ein Unternehmen wie Marvel sind die 750k Werbekosten nichts. Auch für Universal Pictures wäre es denkbar gewesen, um den (schrecklichen) Minions-Film zu pushen. Für andere große Unternehmen sind die 750k ebenfalls vollkommen im Marketingbudgetrahmen.

Zusammenfassung

Snapchat zeigt, dass man durchaus auch sinnvolle Werbeformen entwickeln kann, die den Nutzer auch Spaß bringen. Selbst ein eher auffälliges Branding könnte funktionieren, WENN der Effekt der Lense entsprechend krass und überraschend ist. So ein bisschen wie die Sache mit den Regenbogen.

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  • Doro

    Hey, bei mir gibt es die neuen Snapchat „Filter“ nicht, habe aber Android 4.4.2. Hast du ne Idee woran das liegen könnte und wie ich das beheben kann?