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Zerstört Google gerade Google+?

resterampe_googleplus

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Puh, was sind das aktuell für Paukenschläge bei Google+. Erst der Strategiewechsel, jetzt sogar personelle Änderungen in der Führungsetage. Die Frage, die sich stellt, ist: Nimmt Google gerade sein soziales Netzwerk auseinander?

Ich für meinen Teil bin seit Anfang an dabei gewesen. Ich habe viele Änderungen mitgemacht und durch meine Zeit bei Google auch tiefe Einblicke in die Google+ Substanz bekommen. Auch das +1-Tattoo trage ich immer noch am Handgelenk. Doch was aktuell passiert, lässt in meinen Augen nichts Gutes für das soziale Netzwerk erhoffen.

Führungswechsel

Ganz frisch erreicht uns folgende Meldung: Bradley Horowitz ist ab sofort neuer Chef der Social und Identity Product Sparte von Google. Damit ersetzt er David Besbris, der erst im April 2014 Ex-Chef Vic Gundotra beerbt hatte.

Auf Twitter verkündet Horowitz: „Excited to be running Google’s Photos and Streams products.“ Moment mal: Kein Wort von Google+? Warum erwähnt er hier lediglich die „Produkte“ Photos und Stream? Das Ganze passt zu den aktuellen Aussagen von Google Produkt Manager Sundar Pichai. Der gab nämlich im typischen Google-Wording mehr oder weniger bekannt, dass man die Google Produkte Fotos, Hangouts & Google+ Stream getrennt voneinander verbessern möchte. Natürlich wolle man auch weiter an Google+ arbeite, aber diese Aussage ist eine reine Worthülse. Auch das Google+ Team soll von 1.200 Mitarbeitern auf die Hälfte schlank geschrumpft worden sein.

Strategiewechsel

In meinen Augen bedeutet das alles soviel wie: Google pickt sich die Perlen des Netzwerkes raus, entwickelt sie unabhängig voneinander weiter und schaut dann, was sie mit dem Rest machen. Irgendwo macht es Sinn, denn die Foto-Funktion von Google+ ist großartig. Auch Hangouts funktionieren wunderbar. Beide Funktionen gingen bisher vollkommen im Google+-Gemisch unter und Google möchte so die Aufmerksamkeit auf beide Produkte lenken.

Weniger ist mehr

Wie soll man das Ganze nun einordnen? In meinen kann man bei dieser Entwicklung weniger von einem Ramsch-Reste-Basar sprechen, sondern viel mehr von einer Feinkostspezialisierung. Weg vom großen langweiligen Frühstücksbuffet, hin zum Trüffelladen.

Ob dieser Strategiewechsel aufgeht, bleibt abzuwarten. Am prominenten Beispiel von Foursquare konnte man schließlich erst kürzlich wunderbar beobachten, wie eine Aufspaltung böse nach hinten losgehen kann.

Vielleicht aber schafft Horowitz ja auch die Wende. Bei Google geht man definitiv davon aus…

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