Blog I Snapchat Social Media

Whatsapp, Instagram und Facebook kopieren Snapchat – Wo du in Zukunft deine Stories posten solltest

Mark Zuckerberg wird aktuell sicher ein glückliches Gesicht machen, wenn er mit Hund Beast spazieren geht. Gestern wurde bekannt gegeben, dass das neue Whatsapp Feature namens Stories ähhh Status weltweit an alle Nutzer ausgespielt wird. Nach Instagram und Facebook Stories ein weiterer Snapchat Klon innerhalb der Zuckerbergschen Familie. Nachfolgend meine 2 Cent zu dieser Strategie und wo du in Zukunft deine Story posten solltest.

Die späte Rache des Mark Zuckerberg

Ich hatte es bereits in diesem Artikel letzte Woche zum Ausdruck gebracht — nach anfänglicher Skepsis haben mich die Instagram Stories nach und nach überzeugen können. Weil fast identischer Funktionsumfang wie bei Snapchat. Nur mit mehr Reichweite, da vorhandenes Instagram Profil mit 25.000 Followern. Bestätigt auch dieser Artikel hier.

Seit dem Launch der Instagram Stories habe ich mich gefragt, ob man diese Funktion nicht einfach in den großen Bruder Facebook und die Schwester Whatsapp einbauen könnte. Nicht, weil die Funktion technisch so anspruchsvoll ist, sondern vielmehr weil Facebook und Whatsapp einfach schon riesig komplexe Datenstrukturen sind, bei denen “mal eben einbauen” nicht mehr möglich ist.

Spätestens seit heute weiß ich — ja, ist es. Oder vielmehr: Die jeweiligen Teams haben genug Ressourcen, um diese Funktions-Erweiterung zu ermöglichen.

Rein vom Zeitpunkt her kann es kein Zufall sein, schließlich steht der Börsengang von Snap(chat) kurz bevor. Es wirkt fast so, wie die späte Rache des Mark Zuckerbergs an dem einstigen Startup, dass sich damals nicht kaufen lassen wollte. Der Welt wird hier deutlich gezeigt: Seht her, dass was die Jungs von Snap gebaut haben, kann jeder. Und da es so easy ist, kloppen wir das in alle unsere Netzwerke und Messenger rein, damit deren User erst gar nicht mehr zu Snapchat gehen müssen. Well played Zuck, well played.

Aber wo poste ich meine Story in Zukunft?

Als die Sache mit WhatsApp Status durchsickerte und man hier und da die ersten Screenshots der Facebook Stories sah, kam natürlich die Frage auf, auf welcher Plattform man denn in Zukunft nun die eigene Story posten solle. Weil Aufwand. Weil Zeit. Weil Reichweite. Meine — total persönliche — Einschätzung lautet dazu: Postet dort, wo eure Zielgruppe ist und ihr im Idealfall auch die meisten Menschen erreichen könnte. Sofern es euch um Reichweite geht. Ach, sehen wir uns die Pro’s und Con’s an:

Snapchat Stories

  • Pro:
    • Junge, digitale Zielgruppe
    • Große Auswahl an Gesichtsfiltern
    • Kann man einfach Kunden als Innovation verkaufen
  • Contra:
    • Mühselig, Follower aufzubauen
    • Content kann nicht verlinkt werden

Instagram Stories

  • Pro:
    • Bereits vorhandene Follower-Base
    • D.h. mitunter große Reichweite vorhanden
    • Content kann verlinkt werden, wenn du ein verifiziertes Profil hast
  • Contra:
    Gefahr, in der Masse unterzugehen, da viel Wettbewerb

WhatsApp Status

  • Pro:
    • Bereits mit sämtlichen wichtigen Freunden connected
  • Contra:
    • Nicht öffentlich, nur für die private Kommunikation
    • Eingeschränktere Möglichkeiten

Facebook Stories

Um’s kurz zu machen: Ähnliches Potenzial wie bei den Instagram Stories. Frage mich nur, ob die breite Masse (auch die älteren Semester) diese Funktion beachten werden. Auch hier kann es sich zumindest zu Beginn lohnen, ordentlich Content zu ballern. Wie lange sich das hält? Keine Ahnung.

Der Kampf um den Content ist eröffnet

Dank dieser Entwicklung fühle ich mich aktuell wie der Beobachter, der auf dem Berg steht und ins Tal hinunter auf die brennende Stadt namens “Stories” gucken darf. Das Zuckerbergsche Imperium ist hier direkt mit mehren fetten Kriegselefanten eingefallen und schaut einfach mal, wo sich die besten Schätzen verstecken. Snap(chat) ist aktuell einfach wie der fette Ortsvorsteher, der wegen dem bevorstehendem Börsengang relativ unflexibel in der Ecke liegt und aktuell einfach zuschauen muss.

Vielleicht ist es eine Finte. Vielleicht gibt es im Keller aber noch eine geheime Technologie, mit die das Team um CEO Evan Spiegel bald alle überraschen wird.

Ich find’s spannend und werde weiter mit allen kommenden Stories dieser Welt herumexperimentieren. Mal schauen, wie der Kampf am Ende ausgeht, ich brauche jetzt eine Tüte Popcorn.

Philipp Steuer
Philipp Steuer
Hey, mein Name ist Philipp Steuer. Ich helfe Unternehmen und Menschen, ihre Geschichten im digitalen Zeitalter zu erzählen. Erfahre hier mehr über mich oder besuch mich auf Twitter I Snapchat I Youtube oder Facebook+.